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Elegoo Neptune 4 Plus
FDM-Drucker Released Oct 2023

Elegoo Neptune 4 Plus Test & Erfahrungen

Der Neptune 4 Plus bietet 320 x 320 x 385 mm Bauraum, Klipper und WLAN zu einem sehr niedrigen Preis. Dafür braucht er sorgfältiges Einstellen und ist mit Zusatzlüfter laut.

Die Stärken

  • Sehr viel Bauraum für den Preis
  • Klipper mit Fluidd, WLAN und LAN ab Werk
  • Flott: Speed-Benchy in 16:25 Minuten bei Tom's Hardware
  • Gute Ergebnisse bei 0,2 mm Schichthöhe

Die Schwächen

  • Z-Offset und erste Schicht sind der häufigste Kritikpunkt
  • Bett wird zuerst von Hand über Stellräder justiert
  • Sehr laut mit Zusatzlüfter
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Technische Daten auf einen Blick

Zeile antippen für Erklärung, Vergleich mit anderen Druckern und unsere Einschätzung.

Druckverfahren & Bauraum

Druckverfahren FDM (Filament) Stärke

Was bedeutet das?

FDM (Fused Deposition Modeling) schmilzt Kunststofffilament und trägt es Schicht für Schicht auf. Das Verfahren ist günstig, vergleichsweise sauber und ideal für robuste Funktionsteile.

Im Vergleich

  • 103 von 149 Geräten in unserer Datenbank (69 %) sind FDM-Drucker.

3DPrinterHero-Einschätzung

Vielseitigste Technik für robuste Funktionsteile, Prototypen und Alltagshelfer.

Bauraum 320 × 320 × 385 mm · 39 l Stärke

Was bedeutet das?

Der maximale Druckbereich (Breite × Tiefe × Höhe). Er bestimmt, wie groß ein Teil am Stück werden kann – größere Objekte müssen sonst geteilt und verklebt werden.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 300 €: 15 l (19 Geräte) – dieser Drucker liegt 163 % darüber.
  • Platz 1 von 19.
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 30 l.

3DPrinterHero-Einschätzung

Größtes Druckvolumen im Preissegment unter 300 €.

Bauweise Offener Rahmen mit Bettschlitten (Bed-Slinger) Durchschnitt

Was bedeutet das?

Beschreibt, wie sich Druckkopf und Druckbett bewegen. Beim Bettschlitten („Bed-Slinger“) fährt das Bett vor und zurück; bei CoreXY bewegt sich nur der leichte Druckkopf in X/Y – das erlaubt höheres Tempo mit weniger Vibrationen.

Im Vergleich

  • 79 % der FDM-Drucker unter 300 € nutzen dieselbe Bauweise.

3DPrinterHero-Einschätzung

Bewährte, günstige Bauweise – bei sehr hohem Tempo und großen, schweren Teilen ist CoreXY im Vorteil.

Geschwindigkeit & Dynamik

Max. Druckgeschwindigkeit bis 500 mm/s Stärke

Was bedeutet das?

Herstellerangabe für die maximale Verfahrgeschwindigkeit des Druckkopfs. In der Praxis begrenzen Beschleunigung, Kühlung und Hotend-Durchfluss das nutzbare Tempo – der Wert ist eine Obergrenze, kein Alltagswert.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 300 €: 418 mm/s (19 Geräte) – dieser Drucker liegt 20 % darüber.
  • Platz 5 von 19 (gleichauf mit 7 weiteren Geräten).
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 488 mm/s.

3DPrinterHero-Einschätzung

Gehört zu den schnellsten Druckern im Preissegment unter 300 €.

Max. Beschleunigung 12.000 mm/s² Durchschnitt

Was bedeutet das?

Wie schnell der Druckkopf auf Tempo kommt. Bei kleinen Teilen mit vielen Richtungswechseln entscheidet die Beschleunigung oft mehr über die Druckzeit als die Höchstgeschwindigkeit.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 300 €: 13.500 mm/s² (14 Geräte) – dieser Drucker liegt 11 % darunter.
  • Platz 7 von 14 (gleichauf mit 1 weiterem Gerät).
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 18.279 mm/s².

3DPrinterHero-Einschätzung

Geringere Beschleunigung – kleine, verwinkelte Teile dauern länger.

Extruder, Temperaturen & Materialien

Extruder Direktextruder mit Doppelzahnrad Stärke

Was bedeutet das?

Der Extruder fördert das Filament in die heiße Düse. Beim Direktextruder sitzt der Antrieb direkt am Druckkopf, beim Bowden-System am Rahmen – das Filament läuft dann durch einen Schlauch zum Hotend.

Im Vergleich

  • 26 % der FDM-Drucker unter 300 € nutzen dasselbe Extrudersystem.

3DPrinterHero-Einschätzung

Mehrere Düsen bzw. Werkzeuge: Mehrfarb- und Mehrmaterialdruck mit deutlich weniger Spülabfall – das bieten nur 5 von 19 FDM-Druckern unter 300 €.

Max. Düsentemperatur bis 300 °C Durchschnitt

Was bedeutet das?

Die höchste Temperatur, die die Düse erreicht. Sie entscheidet, welche Filamente sich verarbeiten lassen: PLA braucht rund 200 °C, ABS/ASA etwa 250 °C, Nylon und Polycarbonat 280–300 °C und mehr.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 300 €: 281 °C (19 Geräte) – dieser Drucker liegt 7 % darüber.
  • Platz 2 von 19 (gleichauf mit 8 weiteren Geräten).
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 303 °C.
  • Einordnung: Reicht für ABS, ASA, Nylon (PA) und Polycarbonat (PC).

3DPrinterHero-Einschätzung

Segmentübliche Düsentemperatur.

Max. Druckbetttemperatur bis 100 °C Durchschnitt

Was bedeutet das?

Die höchste Temperatur des beheizten Druckbetts. Ein warmes Bett sorgt dafür, dass die erste Schicht haftet und das Teil nicht verzieht – besonders wichtig bei ABS, ASA, PC und Nylon.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 300 €: 96 °C (19 Geräte) – dieser Drucker liegt 4 % darüber.
  • Platz 4 von 19 (gleichauf mit 12 weiteren Geräten).
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 108 °C.
  • Einordnung: Ausreichend für PLA, PETG, ABS und ASA.

3DPrinterHero-Einschätzung

Segmentübliche Betttemperatur.

Kompatible Materialien PLA, TPU, PETG, ABS, ASA, Nylon · 6 Sorten Stärke

Was bedeutet das?

Laut Hersteller freigegebene Materialien. Je breiter die Liste, desto mehr Anwendungen sind möglich – von dekorativem PLA über flexibles TPU bis zu technischen, faserverstärkten Kunststoffen.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 300 €: 4,2 Sorten (19 Geräte) – dieser Drucker liegt 44 % darüber.
  • Platz 1 von 19 (gleichauf mit 1 weiterem Gerät).
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 6,1 Sorten.

3DPrinterHero-Einschätzung

Kann die meisten Materialsorten drucken im Preissegment unter 300 € (gleichauf mit einem weiteren Gerät).

Mehrfarbdruck Nein Durchschnitt

Was bedeutet das?

Gibt an, ob der Drucker mehrere Farben oder Materialien in einem Druck verarbeiten kann. Dafür sorgt meist eine Zuführeinheit, die automatisch zwischen mehreren Spulen wechselt; Drucker mit zwei Düsen schaffen zwei Materialien auch ohne sie.

Im Vergleich

  • Mehrfarbsysteme wie AMS, CFS oder QIDI Box führen mehrere Spulen automatisch zu. Jeder Farbwechsel kostet allerdings Zeit und erzeugt Spülabfall.

3DPrinterHero-Einschätzung

Reiner Einfarbdrucker – ein Mehrfarbsystem ist vom Hersteller nicht vorgesehen.

Druckqualität

Schichthöhe 0,1–0,4 mm Durchschnitt

Was bedeutet das?

Die Dicke einer einzelnen gedruckten Lage. Dünne Schichten ergeben glattere Oberflächen und feinere Details, dauern aber länger; dicke Schichten sind schneller, zeigen aber deutlichere Stufen.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 300 €: 0,085 mm (10 Geräte) – dieser Drucker liegt 18 % darüber.
  • Platz 4 von 10 (gleichauf mit 6 weiteren Geräten).
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 0,086 mm.

3DPrinterHero-Einschätzung

Gröbere minimale Schichthöhe – für sehr feine Details weniger geeignet.

Druckplatte

Druckoberfläche PEI-Federstahlplatte Stärke

Was bedeutet das?

Die Oberfläche, auf der das Objekt entsteht. Sie entscheidet, wie gut die erste Schicht haftet und wie leicht sich der fertige Druck wieder lösen lässt.

Im Vergleich

  • 68 % der FDM-Drucker unter 300 € nutzen eine vergleichbare Oberfläche.

3DPrinterHero-Einschätzung

PEI-Oberfläche: sehr gute Haftung, und Drucke lösen sich nach dem Abkühlen fast von selbst.

Befestigung magnetisch Stärke

Was bedeutet das?

Wie die Druckplatte befestigt ist. Magnetische, abnehmbare Platten erleichtern das Entnehmen fertiger Drucke erheblich.

Im Vergleich

  • 74 % der FDM-Drucker unter 300 € haben dieselbe Befestigung.

3DPrinterHero-Einschätzung

Magnetisch: Platte abnehmen, leicht biegen – der Druck springt ab. Sehr komfortabel.

Ausstattung & Raumluft

Kamera Keine Schwäche

Was bedeutet das?

Eine eingebaute Kamera erlaubt es, den Druck per App aus der Ferne zu beobachten und Zeitraffer-Videos aufzunehmen. KI-Kameras erkennen zusätzlich Fehldrucke und pausieren den Druck automatisch.

Im Vergleich

  • 79 % der FDM-Drucker unter 300 € haben eine integrierte Kamera.

3DPrinterHero-Einschätzung

Keine Kamera – Fernüberwachung nur mit einer Nachrüstlösung.

Luftfilterung Keine Durchschnitt

Was bedeutet das?

Beim Drucken entstehen Ultrafeinpartikel und Gerüche – vor allem bei ABS, ASA und Resin. Aktivkohle bindet Gerüche und flüchtige Stoffe, HEPA-Filter fangen feinste Partikel ab.

Im Vergleich

  • 95 % der FDM-Drucker unter 300 € haben eine integrierte Luftfilterung.

3DPrinterHero-Einschätzung

Keine Filterung – bei PLA unkritisch, bei ABS/ASA auf gute Belüftung achten.

Abmessungen & Gewicht

Gerätemaße (B × T × H) 533 × 517 × 638 mm Durchschnitt

Was bedeutet das?

Außenmaße des Geräts (Breite × Tiefe × Höhe). Plane zusätzlich Platz für Spule, Kabel und Lüftung ein – Bettschlitten-Drucker brauchen außerdem Freiraum nach vorn und hinten.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 300 €: 0,18 m² Stellfläche (19 Geräte) – dieser Drucker liegt 56 % darüber.
  • Platz 17 von 19.
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 0,24 m² Stellfläche.
  • Raumeffizienz: Der Bauraum nutzt 22 % des Gerätevolumens (Ø FDM-Drucker unter 300 €: 16 %).

3DPrinterHero-Einschätzung

Braucht mehr Stellfläche als üblich – Platz vorher ausmessen.

Nettogewicht 14,4 kg Durchschnitt

Was bedeutet das?

Gewicht ohne Verpackung und Zubehör. Relevant für Transport und Stellplatz – schwerere Geräte stehen oft ruhiger, brauchen aber einen stabilen Tisch.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 300 €: 8,6 kg (18 Geräte) – dieser Drucker liegt 68 % darüber.
  • Platz 18 von 18.
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 19,7 kg.

3DPrinterHero-Einschätzung

Schwerer als üblich – steht stabil, braucht aber einen tragfähigen Platz.

Vergleichsbasis: FDM-Drucker unter 300 € (19 Geräte), Preis dieses Druckers: 239 €. Durchschnittswerte basieren auf den Herstellerangaben aller Drucker in unserer Datenbank.

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Elegoo Neptune 4 Plus vs. Neptune 4 Pro, Bambu Lab A2L oder Longer LK5 Pro

Die Drucker, mit denen der Neptune 4 Plus am häufigsten verglichen wird: Testnote, Preis und die wichtigsten Daten nebeneinander.

Elegoo Neptune 4 PlusElegoo Neptune 4 PlusDieser Drucker Neptune 4 ProNeptune 4 Pro Bambu Lab A2LBambu Lab A2L Longer LK5 ProLonger LK5 Pro
Testnote8,08,28,97,6
PreisAb 239 €Ab 199 €Ab 349 €Ab 260 €
Bauraum320 × 320 × 385 mm · 39 l225 × 225 × 265 mm · 13 l330 × 320 × 325 mm · 34 l300 × 300 × 400 mm · 36 l
Max. Druckgeschwindigkeitbis 500 mm/sbis 500 mm/sbis 500 mm/sbis 180 mm/s
Gehäuse & Druckkammer––Offen–
MehrfarbdruckNeinNeinNicht im Lieferumfang (AMS lite für 4 Farben nachrüstbar; bis zu 4 AMS + 1 AMS lite)Nein

Fazit: Der Bambu Lab A2L schneidet im Test besser ab, kostet aber rund 110 € mehr. Wer seine Vorteile nicht braucht, ist mit dem Neptune 4 Plus gut bedient.

Wann sich der Gegner lohnt

Testnoten aus unseren Testberichten, Preise sind aktuelle Hersteller- bzw. UVP-Preise, technische Daten laut Hersteller.

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Alternativen

Drucker im ähnlichen Preissegment wie der Neptune 4 Plus, die einzelne Punkte besser machen.

Vorteile basieren auf Herstellerangaben und unseren Testnoten; Preise sind aktuelle Hersteller- bzw. UVP-Preise.

Technik-Scoreboard

Ø Neptune 4 Plus SPEEDQUALITYEASESOFTWAREPRICENOISERELEASE
DATE
8.0
Gesamtleistung
Druckqualität (Feindetails) 8.0/10
Ø
Druckgeschwindigkeit (Praxis) 8.3/10
Ø
Software & Bedienung 7.7/10
Ø
geringe Lautstärke 6.3/10
Ø
Preis (Hersteller) 9.9/10
Ø

Erster Eindruck & Setup

Der Aufbau dauert laut Fachtests und Besitzern 30 bis 60 Minuten: Portal aufschrauben, Kabel stecken, Display anbringen. Aufwendiger ist die Einstellung danach. Das Bett wird zunächst von Hand über Stellräder justiert, dann folgt das automatische Mesh, das in mehreren Fachtests 36 statt der beworbenen 121 Punkte abtastete. Besitzer raten, vorab Schrauben, Rollen und die X-Achse zu prüfen und die Firmware zu aktualisieren.

Speed-Check in der Praxis

Tom's Hardware druckte seinen Speed-Benchy in 16:25 Minuten, Besitzer nennen 19 bis 20 Minuten für das Benchy vom USB-Stick. Elegoo selbst empfiehlt 250 mm/s statt der maximalen 500 mm/s. Bei 0,2 mm Schichthöhe loben Fachtests und Besitzer Qualität und Maßhaltigkeit, bei 0,28 mm stieß ein Fachtest an Grenzen. Das Leveling kann zwischen zwei Drucken schwanken, und bei hohen, schmalen Teilen raten Besitzer zu weniger Tempo.

Software, Slicer & Workflow

Klipper ist vorinstalliert und offen zugänglich, gesteuert wird über den Touchscreen oder Fluidd im Browser. Dateien kommen per WLAN, LAN oder USB auf den Drucker. Elegoo empfiehlt inzwischen den ElegooSlicer auf OrcaSlicer-Basis, viele Besitzer nutzen OrcaSlicer direkt. Frühe Firmware sorgte für Ärger, etwa weil der Z-Offset nicht übernommen wurde. Neuere Geräte mit USB-C am Druckkopf bekommen Updates per OTA.

Fazit zum Neptune 4 Plus

8.0 OUT OF 10

"Der Elegoo Neptune 4 Plus lohnt sich für alle, die günstig große Teile drucken möchten und Zeit für Einstellung und Pflege mitbringen. Wer einen Drucker ohne Nachjustieren sucht, sollte mehr ausgeben oder ein Gerät mit vollautomatischer Kalibrierung wählen."

Preis

Ab 239 €

Bei kaufenStandard Bei Amazon verfügbar

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