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Prusa Mini+
FDM-Drucker Released Nov 2020

Prusa Mini+ Test & Erfahrungen

Der Prusa Mini+ ist ein kompakter, sehr zuverlässiger Einstiegsdrucker mit guter Druckqualität und starker Softwarebasis.

Die Stärken

  • Kompakt und leicht auf kleinem Schreibtisch unterzubringen
  • Sehr gute Druckqualität für PLA und PETG
  • Stabile Firmware und guter Community-Support
  • PrusaSlicer erleichtert den Einstieg deutlich

Die Schwächen

  • Kleineres Build Volume begrenzt größere Projekte
  • Weniger Tempo als moderne High-Speed-Systeme
  • Open Frame ist für ABS/ASA nur bedingt geeignet
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Technische Daten auf einen Blick

Zeile antippen für Erklärung, Vergleich mit anderen Druckern und unsere Einschätzung.

Druckverfahren & Bauraum

Druckverfahren FDM (Filament) Stärke

Was bedeutet das?

FDM (Fused Deposition Modeling) schmilzt Kunststofffilament und trägt es Schicht für Schicht auf. Das Verfahren ist günstig, vergleichsweise sauber und ideal für robuste Funktionsteile.

Im Vergleich

  • 103 von 149 Geräten in unserer Datenbank (69 %) sind FDM-Drucker.

3DPrinterHero-Einschätzung

Vielseitigste Technik für robuste Funktionsteile, Prototypen und Alltagshelfer.

Bauraum 180 × 180 × 180 mm · 5,8 l Durchschnitt

Was bedeutet das?

Der maximale Druckbereich (Breite × Tiefe × Höhe). Er bestimmt, wie groß ein Teil am Stück werden kann – größere Objekte müssen sonst geteilt und verklebt werden.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 800 €: 20 l (56 Geräte) – dieser Drucker liegt 71 % darunter.
  • Platz 52 von 56 (gleichauf mit 1 weiterem Gerät).
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 30 l.

3DPrinterHero-Einschätzung

Eher kompakter Bauraum – große Objekte müssen geteilt werden.

Bauweise Offener Rahmen (kompakt) Durchschnitt

Was bedeutet das?

Beschreibt, wie sich Druckkopf und Druckbett bewegen. Beim Bettschlitten („Bed-Slinger“) fährt das Bett vor und zurück; bei CoreXY bewegt sich nur der leichte Druckkopf in X/Y – das erlaubt höheres Tempo mit weniger Vibrationen.

Im Vergleich

  • 7 % der FDM-Drucker unter 800 € nutzen dieselbe Bauweise.

3DPrinterHero-Einschätzung

Eigenständige Bauweise, abgestimmt auf den Einsatzzweck.

Geschwindigkeit & Dynamik

Max. Druckgeschwindigkeit bis 200 mm/s Schwäche

Was bedeutet das?

Herstellerangabe für die maximale Verfahrgeschwindigkeit des Druckkopfs. In der Praxis begrenzen Beschleunigung, Kühlung und Hotend-Durchfluss das nutzbare Tempo – der Wert ist eine Obergrenze, kein Alltagswert.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 800 €: 511 mm/s (56 Geräte) – dieser Drucker liegt 61 % darunter.
  • Platz 51 von 56.
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 488 mm/s.

3DPrinterHero-Einschätzung

Langsamer als die Konkurrenz – der Fokus liegt eher auf Zuverlässigkeit als auf Tempo.

Extruder, Temperaturen & Materialien

Extruder Bowden-Extruder Durchschnitt

Was bedeutet das?

Der Extruder fördert das Filament in die heiße Düse. Beim Direktextruder sitzt der Antrieb direkt am Druckkopf, beim Bowden-System am Rahmen – das Filament läuft dann durch einen Schlauch zum Hotend.

Im Vergleich

  • 7 % der FDM-Drucker unter 800 € nutzen dasselbe Extrudersystem.

3DPrinterHero-Einschätzung

Bowden-System: leichter Druckkopf, aber flexible Filamente sind deutlich schwieriger.

Max. Düsentemperatur bis 280 °C Durchschnitt

Was bedeutet das?

Die höchste Temperatur, die die Düse erreicht. Sie entscheidet, welche Filamente sich verarbeiten lassen: PLA braucht rund 200 °C, ABS/ASA etwa 250 °C, Nylon und Polycarbonat 280–300 °C und mehr.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 800 €: 299 °C (55 Geräte) – dieser Drucker liegt 6 % darunter.
  • Platz 42 von 55 (gleichauf mit 2 weiteren Geräten).
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 303 °C.
  • Einordnung: Reicht für PLA, PETG, TPU sowie ABS und ASA.

3DPrinterHero-Einschätzung

Segmentübliche Düsentemperatur.

Max. Druckbetttemperatur bis 100 °C Durchschnitt

Was bedeutet das?

Die höchste Temperatur des beheizten Druckbetts. Ein warmes Bett sorgt dafür, dass die erste Schicht haftet und das Teil nicht verzieht – besonders wichtig bei ABS, ASA, PC und Nylon.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 800 €: 104 °C (55 Geräte) – dieser Drucker liegt 4 % darunter.
  • Platz 26 von 55 (gleichauf mit 24 weiteren Geräten).
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 108 °C.
  • Einordnung: Ausreichend für PLA, PETG, ABS und ASA.

3DPrinterHero-Einschätzung

Segmentübliche Betttemperatur.

Kompatible Materialien PLA, PETG, ABS, ASA, Flex (TPU), PC-Blends · 6 Sorten Durchschnitt

Was bedeutet das?

Laut Hersteller freigegebene Materialien. Je breiter die Liste, desto mehr Anwendungen sind möglich – von dekorativem PLA über flexibles TPU bis zu technischen, faserverstärkten Kunststoffen.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 800 €: 5,8 Sorten (55 Geräte) – dieser Drucker liegt 3 % darüber.
  • Platz 19 von 55 (gleichauf mit 7 weiteren Geräten).
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 6,1 Sorten.

3DPrinterHero-Einschätzung

Segmentübliche Materialauswahl.

Mehrfarbdruck Nein Durchschnitt

Was bedeutet das?

Gibt an, ob der Drucker mehrere Farben oder Materialien in einem Druck verarbeiten kann. Dafür sorgt meist eine Zuführeinheit, die automatisch zwischen mehreren Spulen wechselt; Drucker mit zwei Düsen schaffen zwei Materialien auch ohne sie.

Im Vergleich

  • Mehrfarbsysteme wie AMS, CFS oder QIDI Box führen mehrere Spulen automatisch zu. Jeder Farbwechsel kostet allerdings Zeit und erzeugt Spülabfall.

3DPrinterHero-Einschätzung

Reiner Einfarbdrucker – ein Mehrfarbsystem ist vom Hersteller nicht vorgesehen.

Druckplatte

Druckoberfläche Abnehmbares Federstahlblech mit PEI Stärke

Was bedeutet das?

Die Oberfläche, auf der das Objekt entsteht. Sie entscheidet, wie gut die erste Schicht haftet und wie leicht sich der fertige Druck wieder lösen lässt.

Im Vergleich

  • 82 % der FDM-Drucker unter 800 € nutzen eine vergleichbare Oberfläche.

3DPrinterHero-Einschätzung

PEI-Oberfläche: sehr gute Haftung, und Drucke lösen sich nach dem Abkühlen fast von selbst.

Befestigung magnetisch Stärke

Was bedeutet das?

Wie die Druckplatte befestigt ist. Magnetische, abnehmbare Platten erleichtern das Entnehmen fertiger Drucke erheblich.

Im Vergleich

  • 86 % der FDM-Drucker unter 800 € haben dieselbe Befestigung.

3DPrinterHero-Einschätzung

Magnetisch: Platte abnehmen, leicht biegen – der Druck springt ab. Sehr komfortabel.

Ausstattung & Raumluft

Kamera Prusa Connect Kamera optional (Buddy-Cam/Smartphone) Durchschnitt

Was bedeutet das?

Eine eingebaute Kamera erlaubt es, den Druck per App aus der Ferne zu beobachten und Zeitraffer-Videos aufzunehmen. KI-Kameras erkennen zusätzlich Fehldrucke und pausieren den Druck automatisch.

Im Vergleich

  • 52 % der FDM-Drucker unter 800 € haben eine integrierte Kamera.
Luftfilterung Keine (Gehäuse/Fremdlösung optional) Durchschnitt

Was bedeutet das?

Beim Drucken entstehen Ultrafeinpartikel und Gerüche – vor allem bei ABS, ASA und Resin. Aktivkohle bindet Gerüche und flüchtige Stoffe, HEPA-Filter fangen feinste Partikel ab.

Im Vergleich

  • 61 % der FDM-Drucker unter 800 € haben eine integrierte Luftfilterung.

3DPrinterHero-Einschätzung

Keine Filterung – bei PLA unkritisch, bei ABS/ASA auf gute Belüftung achten.

Abmessungen & Gewicht

Gerätemaße (B × T × H) 380 × 330 × 380 mm Stärke

Was bedeutet das?

Außenmaße des Geräts (Breite × Tiefe × Höhe). Plane zusätzlich Platz für Spule, Kabel und Lüftung ein – Bettschlitten-Drucker brauchen außerdem Freiraum nach vorn und hinten.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 800 €: 0,2 m² Stellfläche (55 Geräte) – dieser Drucker liegt 38 % darunter.
  • Platz 6 von 55.
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 0,24 m² Stellfläche.
  • Raumeffizienz: Der Bauraum nutzt 12 % des Gerätevolumens (Ø FDM-Drucker unter 800 €: 18 %).

3DPrinterHero-Einschätzung

Eine der kleinsten Stellflächen im Preissegment unter 800 €.

Nettogewicht 4,5 kg Stärke

Was bedeutet das?

Gewicht ohne Verpackung und Zubehör. Relevant für Transport und Stellplatz – schwerere Geräte stehen oft ruhiger, brauchen aber einen stabilen Tisch.

Im Vergleich

  • Ø FDM-Drucker unter 800 €: 14 kg (55 Geräte) – dieser Drucker liegt 68 % darunter.
  • Platz 4 von 55.
  • Ø aller FDM-Drucker unserer Datenbank: 19,7 kg.

3DPrinterHero-Einschätzung

Eines der leichtesten Geräte im Preissegment unter 800 €.

Vergleichsbasis: FDM-Drucker unter 800 € (56 Geräte), Preis dieses Druckers: 509 €. Durchschnittswerte basieren auf den Herstellerangaben aller Drucker in unserer Datenbank.

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Prusa Mini+ vs. Bambu Lab A1 mini, Anycubic Kobra 2 Neo oder MK4S

Die Drucker, mit denen der Mini+ am häufigsten verglichen wird: Testnote, Preis und die wichtigsten Daten nebeneinander.

Prusa Mini+Prusa Mini+Dieser Drucker Bambu Lab A1 miniBambu Lab A1 mini Anycubic Kobra 2 NeoAnycubic Kobra 2 Neo MK4SMK4S
Testnote8,48,5–9,0
PreisAb 509 €Ab 179 €Ab 149 €Ab 999 €
Bauraum180 × 180 × 180 mm · 5,8 l180 × 180 × 180 mm · 5,8 l220 × 220 × 250 mm · 12 l250 × 210 × 220 mm · 12 l
Max. Druckgeschwindigkeitbis 200 mm/sbis 500 mm/sbis 250 mm/sbis 250 mm/s
MehrfarbdruckNeinNicht im Lieferumfang (AMS lite für 4 Farben nachrüstbar)NeinNicht im Lieferumfang (Prusa MMU3 für 5 Farben nachrüstbar)

Fazit: Der MK4S schneidet im Test besser ab, kostet aber rund 490 € mehr. Wer seine Vorteile nicht braucht, ist mit dem Mini+ gut bedient.

Wann sich der Gegner lohnt

Testnoten aus unseren Testberichten, Preise sind aktuelle Hersteller- bzw. UVP-Preise, technische Daten laut Hersteller.

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Alternativen

Drucker im ähnlichen Preissegment wie der Mini+, die einzelne Punkte besser machen.

Vorteile basieren auf Herstellerangaben und unseren Testnoten; Preise sind aktuelle Hersteller- bzw. UVP-Preise.

Technik-Scoreboard

Ø Mini+ SPEEDQUALITYEASESOFTWAREPRICENOISERELEASE
DATE
8.4
Gesamtleistung
Druckqualität (Feindetails) 8.8/10
Ø
Druckgeschwindigkeit (Praxis) 9.0/10
Ø
Software & Bedienung 8.3/10
Ø
geringe Lautstärke 6.9/10
Ø
Preis (Hersteller) 9.7/10
Ø

Erster Eindruck & Setup

Die Inbetriebnahme ist unkompliziert und gut dokumentiert. Nach kurzer Kalibrierung gelingen die ersten Drucke in der Regel ohne lange Fehlersuche.

Speed-Check in der Praxis

Für kleine bis mittlere Teile liefert der Mini+ konsistente Resultate mit sauberer Oberfläche. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten ist er klar limitiert, dafür aber gut kontrollierbar.

Software, Slicer & Workflow

Mit PrusaSlicer und den vorhandenen Profilen ist der Workflow angenehm. Gerade Einsteiger profitieren von der klaren Struktur und stabilen Defaults.

Fazit zum Mini+

8.4 OUT OF 10

"Der Prusa Mini+ bleibt eine sehr gute Wahl für Einsteiger und kompakte Workspaces, wenn Zuverlässigkeit wichtiger als Rekordtempo ist."

Preis

Ab 509 €

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